Nach den Enthüllungen von Correctiv hat sich die Deutsche Bischofskonferenz und die Evangelische Kirche Deutschlands (EKD) von der AfD distanziert und erklärt, dass die AfD für Christ*innen nicht wählbar ist. Völkisch-nationale Gesinnungen und menschenverachtende Haltungen seien mit den Grundsätzen der Kirche nicht vereinbar, so die Ratsvorsitzende der EKD Bischöfin Fehrs. Das ruft große Empörungen bei der AfD hervor.
Die AfD sieht sich als die einzige Partei, die noch die christlichen Werte lebt und das christliche Abendland verteidigt. Unter christlichen Werten verstehen sie Heimat, Volk, Tradition, konservative Werte und besonders den Kampf gegen den Islam. Ihre Kernwerte sind Lebensschutz, die Ehe von Mann und Frau und die traditionelle Familie.
Die Aussage von Erzbischof Hesse für das Bistum Hamburg, es gebe keine kirchenpolitische Zusammenarbeit mit der AfD entrüstet Dirk Nockemann. Den Kirchenvertretern, besonders den katholischen, wird vorgeworfen – und damit bedient die AfD wieder mal ihr schon bekanntes Opfernarrativ –, dass die Programme der AfD nicht gelesen und die Aussagen der AfD falsch verstanden oder falsch interpretiert würden. Den kirchlichen Amtsträger soll verwehrt werden, politische Aussagen zu tätigen, da es ihnen in ihrer Funktion nicht zustünde. Der katholischen Kirche wird von Nockemann unterstellt, eine Spaltung der Gesellschaft hervorzurufen. Die Distanzierung von der AfD wird als antidemokratisch konstatiert und sie würde einer linksgrünen Haltung folgen.
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