Olga Petersen wurde 2020 in die Bürgerschaft gewählt und ist, nach dem überraschenden Verzicht von Monika Winkler auf ihr Mandat, die einzige Frau der AfD-Fraktion. Sie kam mit 16 Jahren als Tochter russlanddeutscher Eltern nach Deutschland und erfährt einige Unterstützung aus der russlandstämmigen Community. Entsprechend konnte sie, die zur Bürgerschaftswahl 2020 abgeschlagen auf Platz 9 kandidierte, das drittbeste Ergebnis an Personenstimmen (4.018) erzielen und zog in die Bürgerschaft ein.
In der Männer-Fraktion der AfD bediente Petersen im Wahlkampf die Themen, welche in patriarchalen Strukturen klassischerweise Frauen zugeschrieben werden: Frauen, Kinder, Erziehung und hier parteikonform mit klassischen rechten Positionen. So bekämpft Petersen Emanzipation, Gendermainstreaming und Frauenquote und beklagt eine angebliche „Frühsexualisierung“ von Kindern in den Schulen.
Olga Petersen ist eindeutig die rechteste Abgeordnete in Hamburg. Sie unterstützt offen rassistische Deportationsfantasien, obwohl sie selbst einen Migrationshintergrund hat. Ebenso offen sind ihre Sympathien für faschistische Personen wie Björn Höcke oder den Vordenker der Identitären Bewegung (IB) Martin Sellner. Ihre Unterstützung des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine und die Diktatur Putins brachte sie auch schon in Widerspruch zu der offiziellen Linie der Hamburger AfD. Ein ausführliches Porträt hier.




